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McKinseys Reports: “Networked Enterprise” und “Six ways to make Web 2.0 work”

McKinsey hat über 4 Jahre early Adopters in ihrem Umgang mit Web 2.0 Tools untersucht. Der jährliche Report zur Web 2.0 Nutzung in Unternehmen aus 2010 basiert auf der Teilnahme von 3.249 Führungskräften aus allen Branchen.

Neben anfänglicher Frustration besteht aktuell der Trend, dass sich eine wachsende Zahl von Unternehmen auf die Mehrwerte von Web 2.0 im Bereich der internen und externen Zusammenarbeit und Partizipation fokusiert. Clay Shirky (Professor an der Universität in New York) nennt die noch wenig oder noch gar nicht genutzten Partizipationspotenziale der Mitarbeiter in Unternehmen “Cognitive Surplus”. Die Mehrzahl der Unternehmen kann bereits die Mehrwerte von Web 2.0 aktiv nutzen. Die Range reicht dabei von einem effektiveren Marketing bis zu einem schnelleren Zugang der Mitarbeiter zu benötigtem Wissen (siehe auch Exhibit 1).

In dem Report werden drei Organisationstypen unterschieden, um einen höheren Business-Mehrwert durch den Einsatz von Web 2.0 Tools zu ermöglichen:

  1. Internally networked organizations
  2. Externally networked organizations
  3. Fully networked enterprises

In Bezug auf die Integration von Web 2.o Technologien haben vor allem die “Fully networked enterprises” einen größere Lernkurve hinter sich als die anderen Beiden, da sie Web 2.0 in ihre alltäglichen Arbeitsaufgaben eingebettet haben. Laut Aussage der Führungskräfte solcher Organisationen wurde dadurch ein höherer Grad der Zusammenarbeit, die Minimierung von organisationsbezogenen Barrrieren sowie die Verbesserung des Informationsflusses ermöglicht.

Wie geht’s weiter? Unternehmen werden noch stärker interne und externe Netzwerke aufbauen, um Ihre Marktposition weiter zu festigen oder auszubauen. Folgende Faktoren sind dabei zu beachten:

  • Die Web 2.0 Technologien müssen in die tagtäglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeiter integriert werden.
  • Die Adaption und die Nutzung von Web 2.0 Tools muss weiter unterstüzt werden.
  • Veränderungen in der Organisation müssen ermöglicht und begleitet werden (z.B. transparente Informationsflüsse, Entscheidungen werden in niedrigeren hierarchischen Ebenen getroffen, Fehlertoleranz, offenen Unternehmenskultur).
  • Die Nutzung von Web 2.0 Tools nachhaltig implementieren, um einen Dialog zwischen Kunden, Partnern und Mitarbeitern auf- und auszubauen.

Für weitere Informationen:

Enterprise 2.0: ein neues Feld für die Organisationsberatung.

facebook makes work fun...Zu Begin eine Begriffsklärung: Enterprise 2.0 bedeutet für uns die kulturelle und organisatorische Veränderung durch die INTERNE Nutzung sozialer Medien und Web 2.0 Formate wie z.B. Wikis, Blogs oder Barcamps. Schlagwörter sind hier freier Wissens- und Informationsaustausch, hohe Transparenz und rege Partizipation.

Wir glauben, dass viele Unternehmen die kulturellen und organisatorischen Auswirkungen von Enterprise 2.0 Initiativen unterschätzen. So wird in einer kürzlich erschienenen Studie* deutlich, dass das Thema “Social Media” in vielen Organisationen angekommen ist, aber in den meisten Fällen rein aus der Kundenbrille betrachtet wird. Die Möglichkeiten, Wikis, Blogs, soziale Netzwerke etc. auch intern einzusetzen, werden bisher wenig genutzt. Dabei können Social Media Tools intern – z.B. beim Managen von Ideen, zur Verbreitung von Informationen oder zur Verbesserung der Zusammenarbeit – wirkungsvoll Zeit und Wege verkürzen (z.B. für interne Produktentwicklungen, Teamarbeit etc.).

Einige Beispiele auch aus deutschen Unternehmen finden, finden Sie hier: http://e20cases.cscwlab.de/lang/de/fallstudien/uebersicht/ (viele Fallstudien zur Einführung eines bestimmtes Tools, selten die gesamte Organisation betreffende Enterprise 2.0 Strategien). Trotz einiger Gegenbeispiele: das durchschnittliche deutsche Unternehmen unternimmt hinsichtlich Enterprise 2.0 bisher noch wenig oder gar nichts. Und daher gibt es bisher auch für Organisationsberater in diesem Feld kaum Projekte. Laut einer weiteren Studie ** werden meist Internet- und PR Agenturen als externe Unterstützer zu Hilfe gerufen, aber nur in den wenigsten Fällen Unternehmensberater (5%).

Unsere Hypothese ist, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird. Wir glauben, dass das Thema Social Media / Enterprise 2.0 sich aktuell am Anfang des Endes einer Hype-Phase befindet. Und danach zum “Dauerbrenner” wird. Enterprise 2.0 wird nach und nach Eingang in die Organisationen finden und dort vieles verändern. Und bei dieser organisatorischen Veränderung können Organisationsberater, die neben ihrer eigentlichen Expertise auch die verschiedenen Tools und passende Wirkungsmöglichkeiten kennen, zukünftig sehr gefragt sein.

Für alle, die sich näher für das Thema interessieren, sei auf den exzellenten Blog von Andrew McAfee (http://andrewmcafee.org/) verwiesen, der seit vielen Jahren theoretisch und praktisch zu dem Thema forscht.

*„Enterprise 2.0“ von centrestage 2010, Deutschland. 72 Unternehmen aus DE, AUT, CH

**SocialMedia Governance2010: Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern, Leipzig, Wiesbaden:Universität Leipzig / Fink & Fuchs PR 2010

Web-Video als Innovationsmedium

Die Art und Weise in der Menschen kommunizieren hat sich im Laufe der Evolution bereits mehrfach geändert, elektronische Kommunikationsmedien entwickelten sich erst in den letzten 200 Jahren. Verglichen mit der Evolution des Menschen also erst in kürzester Vergangenheit. Konnte sich der Mensch an diese Entwicklungen bereits anpassen und wie steht es mit der Fähigkeit elektronisch übermittelte Informationen zu dekodieren?

Sicherlich, der Mensch kann diese Informationen dekodieren, aber unser hochkomplexer kognitiver Apparat ist zu weitaus mehr fähig. Neben Text und Sprache kann er auch Mimik und Gestik erfassen und daraus Informationen ziehen. Der Mensch lernt durch das Beobachten anderer schneller und besser als durch das Lesen von Büchern, besonders bei Kindern ist dies zu beobachten.

Wenn wir diese Erkenntnisse ernst nehmen, dann gewinnen altbekannte Kommunikationsmodelle, wie das Sender-Empfänger Modell, enorm an Bedeutung. Sobald der Sender sich über die Botschaft im Klaren ist, wird diese in ein Signal verwandelt und über einen Kommunikationskanal dem Empfänger zugänglich gemacht. Eben dieser Kommunikationskanal ist der Flaschenhals, er schränkt aus technischer Sicht den Informationsgehalt der Botschaft ein. Während am Telefon kein Text übermittelt wird, fehlt bei einer E-Mail die Sprache.

Moderne Übertragungstechniken und die Bereitstellung der notwendigen Bandbreiten heben diese Beschränkung auf: heute können uns Web-Videos helfen, den Informationsgehalt einer Botschaft zu erhöhen. Gestik, Mimik, Bildsprache, Bewegungsabläufe, all dies kann mittels Web-Video vom Sender an den Empfänger übertragen werden.

Dies ist besonders dann wertvoll, wenn die Komplexität der Botschaft hoch ist. Mit der Komplexität der Botschaft sollte also auch die Komplexität des verwendeten Kommunikationsmediums ansteigen. Wie oft kommt es zu Rückfragen bei einer noch so gut formulierten E-Mail, wie oft wird eine Botschaft falsch verstanden?

In einem bemerkenswerten TED-Talk greift Chris Anderson diese Thematik auf. Er zeigt wie Web-Videos einen Beitrag zur Innovationsfähigkeit leisten können, einem Gebiet, das durch einen hohen Grad an Komplexität gekennzeichnet ist. Sehen und hören Sie beispielsweise, wie sich die globale Tanzkultur durch die Verbreitung von Tanz-Videos auf youtube rasant weiterentwickelt:

Link: TED – How web video powers global innovation by Chris Anderson

Damit schließt sich wieder der Kreis: was hätte Gutenberg wohl zur modernen Form der Informationsverbreitung im 21. Jahrhundert gesagt? Wir wissen es nicht.

Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist, dass sich die Menscheit mit der Evolution der Kommunikationsmedien entwickelt hat. Und dass diejenigen, die neue Entwicklungen nicht genutzt haben, sich später darüber ärgerten.

Das innovative Unternehmen der Zukunft

Interaktionskompetenz ist die maßgebliche Ressource für Open Innovation-Ansätze

Von Stefan Schwarz und Nino Tomaschek

Es ist viel über die Notwendigkeit geschrieben worden, dass Unternehmen die Fähigkeit entwickeln müssen, sich an veränderte Wettbewerbsbedingungen anpassen zu können. Doch nicht nur im Fußball gilt die Erkenntnis, dass es besser ist, das Spiel zu machen, als Ball und Gegner hinterherzulaufen. Im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung gilt es nicht nur den beschleunigten technischen Wandel mit immer kürzeren Produktlebenszyklen zu verkraften, sondern obendrein Standortnachteile gegenüber Niedrigkostenländern durch Wissensvorsprung auszugleichen. Hohe Innovationsfähigkeit gilt deshalb als der Schlüssel für Wachstum und Unternehmenserfolg im 21. Jahrhundert.

Doch wie macht man Organisationen nachhaltig innovativ, die i.d.R. schon gegen kleine Veränderungen resistent sind? Und wie kann man die Kreativität in Unternehmen dauerhaft erhöhen, wo durch (Erfolgs-)Routinen meist ein begrenzter Lösungsraum entsteht, der an vorhandenes Wissen angrenzt und dadurch radikale Innovation eher ausschließt? Dieses Problem der lokalen Suche (auch als Kompetenzfalle bezeichnet) lässt sich dadurch erfolgreich umgehen, dass Unternehmen neue Akteure in den Innovationsprozess einbeziehen. In einem interaktiven Wertschöpfungsprozess lässt sich die Kreativität breiter Mitarbeiterschichten, aber auch externer Akteure wie Kunden und Nutzer oder von Innovationsnetzwerken nutzbar machen. Hierfür hat sich der Begriff Open Innovation eingebürgert.

Web 2.0 und Social Software schaffen neue Möglichkeiten für Unternehmen, intern und extern brach­liegendes Wissen als Ressource zu erschließen und über die Bereitstellung von Kommunikations­plattformen und Werkzeugen, die Integration neuer Akteure in den Innovationsprozess zu ermög­lichen. Doch Web 2.0 funktioniert nach eigenen Gesetzen, es gelten neue Regeln für Nutzer, Technik, Geschäfte, Kommunikation und Zusammenarbeit. Web 2.0 setzt enorme kreative Potenziale frei, es wird geteilt, verknüpft, bewertet, kombiniert, ergänzt, entwickelt und vertrieben, über alle Unter­nehmens- und Systemgrenzen hinweg. Oft sogar ohne konkrete Gegenleistung für die Schöpfer neuer Ideen, wie das Paradebeispiel Open Source Software beweist. Doch was hier entsteht, gehört zunächst einmal allen, lässt sich nicht einfach für sich behalten und wegschließen. Denn wer am Potenzial des Web 2.0 teilhaben möchte, muss sich auf diese Spielregeln einlassen oder er bleibt außen vor. Dazu gehört vor allem eine neue Offenheit: das Ende des Unternehmens als in sich geschlossenes, abgeschottetes System.

Open Innovation – wir sprechen hier von Open Business Innovation, da Innovation nicht auf die reine Produktentwicklung beschränkt ist, sondern auch Geschäftsmodell, Produktionstechnik und -prozesse, Vertrieb und Services, Marketing und Design oder Unternehmenskultur betreffen kann – rührt an den Grundfesten der Unternehmen. Open Business Innovation tangiert sowohl Strategie und Organisation als auch Kultur einer Organisation. Kreativität, Ideen und Engagement zuzulassen und zu steuern sind Grundprinzipien der Open Business Innovation, die es im Unternehmen zu entwickeln gilt. Unter­nehmensführung nach 2.0 Prinzipien erfordert daher ein neues Führungsverständnis, das Herrschaftswissen ablehnt und Mitarbeiterinitiative ermutigt. Mitarbeiter und Unternehmenskultur sind denn auch nach Ansicht von 94 Prozent aller von der Unternehmensberatung McKinsey in einer weltweiten Studie befragten Top Executives die maßgeblichen Treiber von Innovation. Unternehmen benötigen deshalb Vorbild und Steuerung durch das Top Management sowie neue Strukturen, Plattformen und Technologien, um Kooperation und Kommunikation zu befördern.

Damit wird deutlich, dass Unternehmen neue Fähigkeiten entwickeln müssen, um so genanntes Crowdsourcing initiieren und stimulieren zu können. Sie müssen die richtigen Fragen stellen und ein klares Briefing formulieren können, auf dessen Basis interne und externe Innovatoren ihr spezifisches, unterschiedlich geartetes Lösungswissen einbringen und durch Rekombination neue, bessere Lösungen generieren können. Interaktionskompetenz ist demnach maßgebliche Ressource und Katalysator für Open Innovation-Ansätze. Sie gilt es innerhalb des Unternehmens zu entwickeln und möglichst breite Mitarbeiterschichten in diese Entwicklung einzubeziehen – nicht zuletzt um mit den 2.0 Prinzipien die Human Performance im Unternehmen insgesamt nachhaltig zu steigern.

Autoren:

  • Stefan Schwarz M.A., MBA ist Kommunikationswissenschaftler und Betriebswirt. Er ist Spezialist für Identitäts- und Veränderungsprozesse mit den Schwerpunkten Kultur- und Strategieentwicklung sowie Innovation bei der Unternehmensberatung cidpartners in Bonn.
    schwarz@cidpartners.de
  • Priv.-Doz. Dr. Nino Tomaschek, MAS ist Leiter des Postgraduate Centers an der Universität Wien, Visiting Professor an der Flensburgschool for Advanced Research Studies der Universität Flensburg, Gründer des Forschungs- und Beratungsinstituts sevensix-Corporate Research and Consulting in Wien und Mitbegründer der Augsburger Schule des Innovations-Coaching und Experte für Transformations- und Innovationsprozesse.
    nino.tomaschek@univie.ac.at

Willms Buhse und Sören Stamer: Enterprise 2.0, Die Kunst loszulassen

Di Kunst loszulassen - Enterprise 2.0Loslassen. Was bedeutet das im Kontext von Organisationen? Was soll losgelassen werden? Und von wem? Stamer und Buse beziehen ihren Titel auf den Kontrollverlust des Managements und der Selbstverantwortung bzw. stärkeren Einbindung der Mitarbeiter. Sie zeichnen das Bild einer offenen, sich permanent verändernden Unternehmenskultur. Es geht um neue Strukturen und um Mitwirkung. Social Software soll dabei unterstützen.

Das Buch beleuchtet das Thema Enterprise 2.0 in zwölf verschiedenen Fachbeiträgen von Autoren wie Andrew McAfee, Don Tapscott und David Weinberger. Case Studies am Beispiel von CoreMedia, Nokia, SAP und Vodafone zeigen auf, dass die Unternehmen erst am Anfang dieser Entwicklung stehen.

Die meisten Case Studies geben einen Einblick in die vorhandene “Enterprise 2.0 Plattformen” und deren Nutzungsmöglichkeiten. Das CoreMedia Beispiel geht weiter und bezieht insbesondere die Organisationskultur sowie –struktur mit ein. Für mich war insbesondere spannend zu lesen, welche umfangreichen Veränderungen CoreMedia auf dem Weg zum Enterprise 2.0 durchgeführt hat, wie z.B.:

  • Etablierung von Teams mit Verantwortung für den gesamten Prozess
  • Einführung von Open Space Workshops
  • Trennung von fachlicher Führung und Personalentwicklung
  • Neubesetzung des Managements nach dem Fish Bowl Prinzip etc.


Offen bleibt jedoch, inwieweit die eingeführten Strukturen und Prozesse die Unternehmenskultur sowie die Marktposition von CoreMedia nachhaltig verbessert haben. Dieser Einblick sowie weitere Erfahrungen mit dem Thema “Was passiert nach der Einführung von Enterprise 2.0?” wären für mich eine interessante Weiterführung der Erkenntnisse gewesen.

Interview zur re:publica 2010

logo re:publica

Die re:publica wurde als dreitägiges Konferenzformat ursprünglich von und für Blogger ins Leben gerufen. Mittlerweile ist ist sie zu einem der großen internationalen „Social Media“ Events gewachsen und fand in diesem Jahr vom 13. – 15. April zum vierten Mal in Berlin statt. Wir sprachen mit der selbständigen User Experience Designerin Sandra Rehs, die drei Tage lang vor Ort war.

Peter: Was waren Deine generellen Eindrücke aus drei Tagen re:publica?

Sandra: Ich bin von der Veranstaltung sehr positiv überrascht, besonders von dem vielseitigen Programm mit klarem politischen Schwerpunkt. Ich hab eine Community erlebt, die sich nicht nur beklatscht, sondern auch hinterfragt. Den Vorwurf der “reinen Selbstreferentialität” kann ich absolut nicht unterschreiben. Ich habe viele anregende, kritische und offene Fragen mit nach Hause genommen.

Peter: Wie war das Publikum der re:publica zusammengesetzt?

Sandra: Ich habe die Altergruppe als ziemlich gemischt empfunden. Das Publikum war überwiegend deutsch,  die meisten Vorträge wurden aber für die Gäste in Englisch gehalten (gehört sich aber auch für eine Konferenz zu so einem länderübergreifenden Thema, finde ich). Ich glaube, es ist längst nicht mehr so, dass die Mehrzahl der Leute auf der re:publica Blogger sind, inhaltlich ist für alle netzaffinen etwas dabei.

Peter: Was war aus Deiner Sicht neu oder überraschend? / Was war Dein persönliches Highlight?

Sandra: Überrascht hat mich die Veranstaltung als solche. Meine Highlights waren vor allem die politischen oder kontrovers diskutierten Vorträge, z.B: Schmitt über Wikileaks, Peter Kruse über die unterschiedlichen Wertemuster der Internetnutzer, Morozov hinterfragt die Twitter-Revolution, Peter Sunde über Flattr, Götz W. Werner über das bedingungslose Grundeinkommen, Blogger/innen aus dem Iran, Indien, Brasilien, Cuba erzählen über die aktuelle politische Situation in ihren Ländern und es gab Diskussionen zum Leistungsschutzrecht. Schade war, dass nach dem sehr unterhaltsamen Auftritt von Jeff Jarvis keine wirklich vertiefende Diskussion stattfand. Blieb ziemlich oberflächlich, genau wie sein Vortrag. Super war auch Alin Coen, die nach dem zweiten Tag ein kleines Konzert gegeben hat.

Peter: Gibt es ein neues Tool oder eine neue Methode, die auf der re:publica vorgestellt wurde und das Du näher kennen lernen möchtest?

Sandra: Der neue Dienst der Pirate-Bay Gründer “flattr” hört sich sehr interessant an und ist sicher einen Blick wert. Es handelt sich um ein Angebot aus dem Bereich des “social micropayments” und versucht wie bereits einige andere Dienste Konsumenten im Netz die Möglichkeit zu geben, sich für Qualitätscontent in Form einer kleinen Gabe zu bedanken.  Wie es funktioniert kann man sich hier anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=kwvExIWf_Uc&feature=player_embedded

Was ich mir auch nochmal anschauen werde, ist die iphone App “Worksnug”. Die Applikation liefert die wichtigsten Infos zum mobilen Arbeiten in einer fremden Stadt:  Wo gibt es Strom, kostenloses W-Lan, eine erträgliche Geräuschkulisse und nach Möglichkeit noch einen leckeren Kaffee.

Autor: Mit Sandra Rehs sprach unser Berliner Kollege Peter Tscherne