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Tom Kelley: Ten Faces of Innovation

Ten Faces of Innovation

Wie entsteht Innovation? Welche Typen und Talente benötigt es in einem Team, um Ideen umzusetzen? Wie können traditionelle Muster durchbrochen und neue Denk- und Umsetzungsmöglichkeiten entstehen? Ist Innovation auf bestimmte Branchen beschränkt?

Diesen und einigen weiteren Fragen geht Tom Kelley in seinem relativ neuen Buch „Ten Faces of Innovation“ nach (Taschenbuchausgabe von  2008,  ebenfalls von ihm ist der Bestseller „The Art of Innovation“ von 2001). Der Bruder des IDEO Gründers David Kelly definiert zehn Typen, die im Idealfall in einem Team zusammenkommen und gemeinsam neue Wege beschreiten. Natürlich können einige Personen verschiedene Rollen besetzen, zentral ist nur, dass möglichst viele der Rollen vertreten sind. Wir von cidpartners analysieren mit dem Team Management Profil (TMS) ebenfalls, welche Rollen innerhalb eines Teams vorhanden, bzw. wie stark ausgeprägt sind. Die Benennung der Rollen ist bei TMS etwas anders, aber der Ansatz ist ein ganz Ähnlicher.

Bei Kelley heissen die zehn Rollen „Hurdler“, Collaborator“, „Anthropologist“, „Experimenter“, „Director“, „Cross-Polinator“, „Experience Architect“, „Storyteller“, „Set Designer“ und „Caregiver“. Besonders interessant fand ich persönlich die Beschreibung der Rolle des „Experimenter“, da dies eine Rolle ist, die man im Beratungsalltag selten ausüben kann. Die Rollen des „Anthropologist“, „Storyteller“ und „Caregiver“ hingegen sind uns allen hinreichend bekannt.

Mit (jeweils!) Dutzenden konkreter Beispiele aus dem IDEO Arbeitsalltag werden die zehn Rollen anschaulich zum Leben erweckt, wobei man als Leser hier und da Überschneidungen zwischen den Rollen bemerkt. Und streckenweise liest sich das Buch wie eine Aneinanderreihung aller bisherigen IDEO Projekte (nebenbei werden noch massenweise Mitarbeiter namentlich erwähnt), ist aber trotzdem spannend geschrieben. Und macht Lust, selbst mehr neue Wege zu beschreiten und einige der Methoden auszuprobieren.

Klasse an dem Buch ist auch, dass Kelley deutlich macht, dass Innovation in allen Branchen und allen Bereichen des täglichen Lebens notwendig ist und es noch sehr, sehr viel zu tun gibt. Und damit meint er sowohl Produkte als auch Services und sogar Organisationen.

Auf der letzten Seite macht Kelley noch eines klar: Wenn man wirklich Innovation möchte, dann darf es nicht auf einen Jobtitel ankommen, sondern auf das gelungene Zusammenspiel der zehn Rollen: „Don´t let a title or a job description hold you back. Show me a list of people who changed the world, and I´ll show you a group of people unconstrained by traditional roles.”