Willms Buhse und Sören Stamer: Enterprise 2.0, Die Kunst loszulassen

Di Kunst loszulassen - Enterprise 2.0Loslassen. Was bedeutet das im Kontext von Organisationen? Was soll losgelassen werden? Und von wem? Stamer und Buse beziehen ihren Titel auf den Kontrollverlust des Managements und der Selbstverantwortung bzw. stärkeren Einbindung der Mitarbeiter. Sie zeichnen das Bild einer offenen, sich permanent verändernden Unternehmenskultur. Es geht um neue Strukturen und um Mitwirkung. Social Software soll dabei unterstützen.

Das Buch beleuchtet das Thema Enterprise 2.0 in zwölf verschiedenen Fachbeiträgen von Autoren wie Andrew McAfee, Don Tapscott und David Weinberger. Case Studies am Beispiel von CoreMedia, Nokia, SAP und Vodafone zeigen auf, dass die Unternehmen erst am Anfang dieser Entwicklung stehen.

Die meisten Case Studies geben einen Einblick in die vorhandene “Enterprise 2.0 Plattformen” und deren Nutzungsmöglichkeiten. Das CoreMedia Beispiel geht weiter und bezieht insbesondere die Organisationskultur sowie –struktur mit ein. Für mich war insbesondere spannend zu lesen, welche umfangreichen Veränderungen CoreMedia auf dem Weg zum Enterprise 2.0 durchgeführt hat, wie z.B.:

  • Etablierung von Teams mit Verantwortung für den gesamten Prozess
  • Einführung von Open Space Workshops
  • Trennung von fachlicher Führung und Personalentwicklung
  • Neubesetzung des Managements nach dem Fish Bowl Prinzip etc.


Offen bleibt jedoch, inwieweit die eingeführten Strukturen und Prozesse die Unternehmenskultur sowie die Marktposition von CoreMedia nachhaltig verbessert haben. Dieser Einblick sowie weitere Erfahrungen mit dem Thema “Was passiert nach der Einführung von Enterprise 2.0?” wären für mich eine interessante Weiterführung der Erkenntnisse gewesen.

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