Von der Stange versus Maßgeschneidert

Fahrrad MaßgeschneidertBei der Arbeit an diesem Blog sind wir auf ein Thema gestossen, das uns auch in unserer Arbeit beschäftigt: Was kann und soll man von der Stange kaufen, bzw. anbieten? Und was sollte man individuell anfertigen oder anfertigen lassen? Einen Blog kann man tatsächlich kostenlos in wenigen Minuten einrichten. Will man jedoch etwas wirklich Schönes und Individuelles, kommt man um Detail-Arbeit (in diesem, unserem Fall mussten wir in den Code einsteigen und manuell Anpassungen vornehmen) nicht herum. Aus Minuten werden Stunden und sogar Tage.

Ähnlich ist es bei der Beratung und bei Trainings oder Workshops. Einige von uns Netzwerkpartnern arbeiten z.B. als Trainer für Unternehmen, die Standard-Trainings-Produkte verkaufen. Jedes Training z.B. zu Themen wie “Konfliktmanagement”, “Team-Führung” oder “Projektmanagement” läuft gleich ab. Egal in welchem Unternehmen, egal in welchem Land. Das hat natürlich für die Trainer seine Vorteile, aber wird nie den Effekt erreichen, den maßgeschneiderte Trainings haben. Bei cidpartners investieren wir oft viele Tage in die Vorbereitung von Workshops und Trainings und erarbeiten gemeinsam mit den Auftraggebern das konkrete Design, befragen in vielen Fällen die Teilnehmer vorab, um optimal sinnvolle Ziele und passende Inhalte definieren zu können. Für uns bedeutet das auch, dass wir den Ablauf immer wieder neu gestalten müssen (oder besser: dürfen) und dadurch auch gut in Bewegung bleiben.

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3 Kommentare.

  1. Hier liegt einer der großen Unterschiede zwischen “Training” und “Workshop”:

    In einem Training geht es oft darum, Standard-Wissen erfolgreich zu vermitteln. Da ist es oft sogar sehr hilfreich, auch einen bewährten Standard-Ablauf und -inhalte (das WAS) zu nutzen. Der Trainer hat in vielen vergleichbaren Situationen erprobt, welche Inhalte und Übungen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind – und die Teilnehmer profitieren davon.

    In Workshops stehen dagegen eher operative oder strategische Themen der Teilnehmer im Mittelpunkt. Diese unterscheiden sind natürlich je nach Branche, Unternehmen, Abteilung, Team und handelnden Personen. Unser Beitrag liegt dann eher darin, einen Prozess (also das WIE) zu gestalten, der die Bearbeitung dieser konkreten Themen ermöglicht – seltener in inhaltlicher Facheberatung.

  2. Peter Tscherne

    Generell stimme ich Dir zu, dass hier der große Unterschied liegt. Trotzdem habe ich auch bei Trainings beobachtet, dass eine individuelle Vorbereitung eine viel wirkungsvollere Umsetzung für die Teilnehmer bedeutet.
    Beispiel Projektmanagement: führt man vor dem Training Interviews durch, hat man z.B. ein besseres Bild vom Kenntnisstand und kann bestimmte Themen / Theorien weglassen oder dazunehmen. Und natürlich die praktischen Übungen: kann man diese direkt mit Themen oder Projekten der Teilnehmer verknüpfen (Projektplanung, Budgetplanung, Verhandlungsszenarien etc.) und sie daran arbeiten lassen, steigt die Effizienz um ein Vielfaches und der Transfer in den Alltag ist leichter. Trotzdem gibt es auch Standardtrainings, die wirklich gut sind und natürlich weniger kosten…es kommt also immer darauf an, was sich der Kunde wünscht und was er bezahlen kann…

  3. … egal ob Training oder Workshop: ein gewisses Reportoire an Themen und Aufgaben sollte man dabei haben. Aber intensiv und wirksam werden sowohl Trainings als auch Workshops in meinen Augen immer erst dann, wenn individuell, also erfahrungsbasiert, gearbeitet wird. Und Standard-Workshops habe ich leider auch schon allzu oft gesehen … nicht nur Trainings. Da wird dann eine “Werkstatt” durchs ganze Unternehmen gezogen … egal, obs passt oder nicht, Hauptsache durch. Und solche Angebote führen eben oftmals dazu, dass es für Unternehmen schwierig einzuschätzen/rechtfertigen wird, wenn individuelle Anpassungszeiten berechnet werden sollen.

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